Stammaufhellung von Obstbäumen und -sträuchern – wann wird sie durchgeführt und warum?
Das Tünchen der Stämme von Obstbäumen und Sträuchern ist eine äußerst wichtige Pflegemaßnahme. Sie wird während des Winters im Garten durchgeführt. Der Zweck des Kalkens ist es, die Bäume und Sträucher in gutem Zustand zu halten und sie vor Rindenschäden zu schützen. Jeder Gartenbesitzer sollte diese Behandlung einmal im Jahr durchführen, am besten im Dezember oder Anfang Januar.
Warum ist die Stammaufhellung so wichtig?
Während des Winters werden die Rinde oder dicke Äste oft beschädigt und beginnen zu reißen. Dies wird durch die intensive Erwärmung der Stämme während des Tages durch die Sonneneinstrahlung verursacht. Da die Bäume oder Sträucher zu dieser Zeit keine Blätter mehr haben, wirkt die Sonne direkt auf die Rinde ein. Die hohe Temperatur führt zu einem Erwachen der Zellen und einer Anregung des Saftkreislaufs. In der Nacht sinkt die Temperatur oft unter den Gefrierpunkt, und dann beginnt der erwachte Subkortex des Baumes zu gefrieren und die Rinde weist Längsrisse auf. Um dies zu vermeiden, müssen wir die Stämme von Obstbäumen und Sträuchern mit Kalk streichen . Die gekalkte Rinde erwärmt sich viel weniger, so dass sich keine Wunden bilden können. Am häufigsten werden Rindenrisse durch Temperaturschwankungen bei Bäumen wie Kirschen, Pflaumen, Apfel-, Kirsch- und Birnbäumen verursacht.

Wann ist es notwendig, die Stämme von Obstbäumen und -sträuchern zu bleichen?
Obstbäume und -sträucher können ab Mitte Dezember behandelt werden. Der empfohlene Zeitpunkt für diese Behandlung ist jedoch der Januar (8-23.01). In dieser Zeit tritt nachts Frost auf, während tagsüber die Sonne die Rinde stark erwärmt. Das Kalken der Rinde sollte an einem geeigneten Tag durchgeführt werden. Dann darf es nicht regnen, windig sein oder die Sonne scheinen. Die Temperatur sollte möglichst um 5 Grad liegen. Bäume und Sträucher können bis Ende Januar/Anfang Februar (24.01-15.02) gekalkt werden. Ein Bleichen der Stämme zu anderen Zeiten hat keine Wirkung und ist schlichtweg unnötig.
Womit und wie führe ich eine Stumpfbehandlung durch?
In der Regel wird zum Bleichen von Bäumen Kalk verwendet. Es ist ein relativ einfaches Verfahren, aber es ist gut, im Voraus zu wissen, was man tun muss. Man muss auch wissen, was man tun muss, damit der Kalk nicht zu schnell vom Regen weggespült wird. Kalkmilch ist ideal zum Bleichen von Baum- und Strauchstämmen, deshalb muss man gewöhnlichen Branntkalk kaufen, um Kalkmilch herzustellen. Dieses Produkt wird unter anderem in der Bauindustrie verwendet. Der Kalk muss zunächst in Wasser aufgelöst werden (2 kg Kalk auf 10 Liter Wasser). Wenn man nicht möchte, dass der Kalk schnell von der Rinde abgespült wird, muss man ein Mittel hinzufügen, das die Haftung des Kalks verbessert. Dies kann ein Zusatzstoff in Form von Kartoffelmehlstärke oder weißer Dispersionsfarbe sein. Stärke ist ein wirksamer natürlicher Zusatzstoff, der die Haftung der gesamten Mischung erhöht. Der Kalk sollte vor dem Auftragen auf die Baumrinde gut gemischt werden. Der Bleichvorgang wird mit einem Pinsel durchgeführt. Die Stämme von Bäumen und Sträuchern sowie dicke Äste sollten mit Kalk bestrichen werden. Wichtig ist, dass die Südseite etwas höher gestrichen wird, da sich die Stämme dort am stärksten erwärmen und somit die Wahrscheinlichkeit am größten ist, dass Schuppenwunden entstehen. Natürlich muss man die spezielle Mischung nicht selbst herstellen, sondern kann ein fertiges Produkt kaufen. Die im Handel erhältlichen Präparate zum Bleichen von Bäumen mit erhöhter Haftfestigkeit sind sehr wirksam. Es ist daher nicht notwendig, die Behandlung nach jedem Regenfall zu wiederholen, was sehr praktisch ist. Es lohnt sich, sich für einen hochwertigen Kalk von einem vertrauenswürdigen Hersteller zu entscheiden.
