Anbau von Paprika unter Dach
Paprika ist ein wärmeliebendes Gemüse, das hohe Temperaturen benötigt, um sich richtig zu entwickeln. Für die Keimung der Samen ist eine Temperatur zwischen 24-27 °C optimal, für das Wachstum am Tag zwischen 2-27 °C und für das Wachstum in der Nacht zwischen 16-20 °C. Die Temperatur darf nicht unter 15 °C sinken, da sonst die Blüten und Fruchtknospen abfallen. Ungeeignete thermische Bedingungen führen zu einem verkümmerten Wachstum der Pflanzen.
In Polen wird Paprika unter Dach meist in Plastiktunneln angebaut, da dies die kostengünstigste Variante ist. Der Anbau von Paprika in einem Gewächshaus ist in der Regel mit hohen Heizkosten verbunden. Folientunnel oder auch Foliengewächshäuser genannt, schützen die Pflanzen vor ungeeigneten Wetterbedingungen. Die Tunnelabdeckung heizt sich tagsüber auf und hält die Temperatur in der Nacht aufrecht. Wenn die Temperatur zu hoch wird, kann sie durch Öffnen des Daches oder der seitlichen Belüftungsöffnungen reguliert werden, um den Pflanzen optimale Bedingungen zu bieten.
Paprika ist eine sehr anspruchsvolle Pflanze und ihr Anbau erfordert viel Wissen. Daher kann es für Anfänger schwierig sein, sie anzubauen, aber mit der richtigen Vorbereitung ist es durchaus möglich.
Vorbereitung des Bodens
Ein gut vorbereiteter Boden ist eine Grundvoraussetzung, um Paprika gute Wachstumsbedingungen zu bieten. Die Bodentemperatur sollte zwischen 18 und 22 °C liegen. Bei Temperaturen unter 10 °C können die Wurzeln des Paprikas kein Wasser mehr aufnehmen, so dass das Wachstum der Pflanze gehemmt wird. Um den Boden nährstoff- und mineralstoffreich zu halten, ist es ratsam, spezielle Düngemittel in Form einer Vor- oder Zwischenfrucht oder natürliche organische Stoffe wie Kompost oder Torf zu verwenden. Durch den hohen Nährstoffbedarf entzieht Paprika dem Boden wertvolle Nährstoffe, was zu schädlichen Krankheitserregern führt . Es ist daher ratsam, den Boden von Saison zu Saison zu wechseln. Auf diese Weise lassen sich unerwünschte Auswirkungen vermeiden. Der Einsatz von Kalkdüngern sollte frühzeitig geplant werden. Je nach Typ variiert die Abbaudauer. Mischen Sie alle Düngemittel immer gründlich und verteilen Sie sie gleichmäßig. Vor der Aussaat sollte der Boden gründlich geharkt und zwei Tage vor der Aussaat großzügig gewässert werden. Außerdem wird der Boden jedes Jahr gepflügt. Es empfiehlt sich auch, den Boden unter den Paprikapflanzen zu mulchen oder mit Agrofasern abzudecken.
Pflege
Zur Grundpflege gehören die Regulierung von Temperatur und Luftfeuchtigkeit sowie das Beschneiden und Führen der Pflanzen. Das Beschneiden der Triebe und Fruchtknospen ermöglicht einen besseren Zugang zum Licht. Der Feuchtigkeitsbedarf von Paprika variiert je nach Entwicklungsstadium der Pflanze. Für die Ausbreitung der Samen sollte die Bodenfeuchtigkeit zwischen 75 und 80 % liegen. Während des Auflaufens sollte sie zwischen 70 und 75 % liegen. Während der Keimlingsproduktion sinkt der Feuchtigkeitsbedarf wieder und liegt zwischen 65 und 70 %, während des Fruchtansatzes benötigt der Paprika dann die gleiche Feuchtigkeit wie während des Auflaufens. Die höchste Substratfeuchte benötigen Paprika während der Fruchtbildung, wobei der Wert nicht unter 80 % sinken sollte. Eine Übertrocknung des Substrats führt zum Abfallen der Blüten und Fruchtknospen.

Was das Licht betrifft, so benötigen Paprika zum Wachsen eine Lichtintensität von 4.000 Lux. Die optimale Lichtmenge pro Tag beträgt 12 Stunden, kann aber während der Blüte und Fruchtbildung auf 14 Stunden erhöht werden.
Es lohnt sich auch, über die Versorgung der Paprika mit Kohlendioxid nachzudenken. Durch die Anreicherung der Atmosphäre mit CO2 wird die Qualität der Früchte verbessert. Derartige Behandlungen sind jedoch sehr teuer.
